Geschriebene Pläne, noch nicht genehmigt.

Das steht auf dem IKEA-Plastikbehälter, den zwei Mädchen gerade achtlos hingeworfen haben, als sie ins Behandlungszimmer des Kinderzahnarztes gerufen wurden. Der Warteraum des Kinderzahnarztes – die Vorhölle. Mitnichten ist es hier hygienisch rein. Kinder sind das auch nicht, ich verstehe. Beschäftige dich mit dem, was hier ist, oder beschäftige dich gar nicht, sagt der Plastikhochlader zu mir. Wie lange der gelbe Fake-LEGO-Stein wohl schon auf dem Boden liegt? Ich erwarte nicht, dass zur Schließung der Praxis noch jemand durch das Wartezimmer geht und die verlassenen Spielzeuge einander wieder zuführt. Aber, was weiß ich schon. Ich war noch nie ein Plastikbaustein, der auf einem Wartezimmerboden liegt. Aber ich denke, ich kann mich reinfühlen. Besser zum Beispiel als in einen Baumgartner. Und nicht nur, weil der Österreicher ist. Der Fall von der Bank mag für den gelben Plastikbaustein aber ähnlich hoch gewesen sein wie für Baumgartner. Aber, was weiß ich schon.

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